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Technology:
(Fast)
kostenloses Internet in New York
Umsonst,
aber
nicht billig
||| Oliver Weiss
So
hatte ich es mir nicht vorgestellt: Internet in New York kostet
nichts, rein gar nichts! - Also: fast nicht, kaum etwas, nicht viel,
ein bißchen schon, eine ganze Menge, wenn man es genau nimmt;
jedenfalls: mehr als man meint, wenn man von kostenlosen Internet-Zugängen
hört. So hatte ich es mir nicht vorgestellt: Gar nicht so einfach, überhaupt
ins Internet zu kommen. - Der Stand der Dinge in New York City. |
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| Article
on Free Internet Access in New York City: I have put a number of
free dial-up web services for da city under the test. |
| D |
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er große Hype ist zwar vorbei, weil
sich die Geschäfts-modelle nicht rentiert haben. Einige wenige Anbieter sind
übriggeblieben, die kostenlosen Internet-Zugang anbieten.
Na ja, ganz
kostenlos ist es nicht. Zahlen muß man natürlich in jedem Fall den
Telefonanbieter, bei dem man gerade ist, etwa Verizon oder AT&T, und dort
gelten die jeweiligen Tarife.
Für
Ortsgespräche ist das allerdings tausendmal billiger als in Deutschland, wo
man sich klassischerweise über einen Provider wie T-Online, AOL, Arcor oder
CompuServe einwählt und für jede Minute zahlen muß. (Das ist auch der
Grund, warum es in en USA keine Dial-up-Services wie in Deutschland gibt,
sondern nur kostenlose oder Pauschalpreisanbieter.)
Sehr
billig kommt man in den USA zum Beispiel dann weg, wenn man sich am späten
Abend einwählt und die Verbindung tagelang laufen läßt: Diese Connection
kostet bei den meisten Anbietern genau eine Einheit, also z.B. 10 Cents.
Allerdings
hat man dabei die Rechnung ohne die Anbieter des kostenlosen Internet-Zugangs
gemacht. Denn die protokollieren natürlich genau mit, wie lange man online
ist. Bei den meisten Anbietern hat man ein Limit von 40 Stunden pro
Kalendermonat frei, danach wird der Zugang gesperrt. Einen neuen Account unter
einem neuen Namen einrichten hilft übrigens nicht, da die Telefonnummer
mitgetrackt wird.
There's
no such thing as a free lunch
Wie verdienen die Anbieter des
kostenloser Internet-Dial-ups Geld? Die meisten natürlich über Werbung. Oder
auch nicht: Denn während vor zwei Jahren die Anbieter aus dem Boden schossen
(auch Yahoo bot z.B. einen solchen Service an), stellten die meisten Ende
letzten Jahres ihre Dienste ein - bzw. auf ein kostenpflichtiges Modell um.
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| NetZero ist der
momentan zuverlässigste Anbieter von kostenlosen Internet-Zugängen
in den USA und in Kanada. Allerdings mit einer eigens zu
installierenden Software, die sicherstellt, daß immer ein Werbebanner
eingeblendet wird. Die Einwahl dauert recht lange und ist einigermaßen
nervtötend in der Handhabung. Und ressourcenfressend: Nach der
Benutzung kann man den Rechner oft nicht mehr richtig verwenden, ohne
neu zu starten. |
Einige wenige Anbieter sind noch übriggeblieben.
Die bekanntesten darunter sind NoCharge und MetConnect (die mittlerweile fast
nicht mehr erreichbar sind, dafür aber ohne Werbung arbeiten), NY4Free (nur für
NYC, geht oft erst nach vielen Dutzenden Einwahlversuchen und am besten tief
in der Nacht, Juno (mit vorab zu installierender Software und Werbebannern),
und NetZero (für USA und Kanada): der zuverlässigste Anbieter.
Nun
sind solche Internet-Zugänge ja nicht nur fürs Surfen interessant, sondern
auch für E-Mails. Was in Deutschland vor vielen Jahren aus der Mode gekommen
ist, ist bei diesen Anbietern allerdings gang und gäbe: Mit allen kann man
natürlich E-Mails z.B. aus Outlook oder Netscape Messanger abrufen. Mit den
meisten ist aber der Versand von anderen Mails als den von den Anbietern
vorgesehene proprietäre wie abc@juno.com oder xyz@netzero.com nicht möglich.
So unglaublich das klingt: Aber das heißt im Klartext, daß man, wenn man
z.B. mit NoCharge eingewählt ist, keine E-Mails mehr versenden kann. (Die
Anbieter argumentieren übrigens damit, daß sie schlechte Erfahrungen mit
Spammern gemacht hätten.)
Nur
zwei Anbieter für New York City bieten diese Möglichkeit noch an: FreeNYLink
und NY4Free. Sie unterstützen das, wie es heißt: "SMTP-Protokoll"
(das ist das Gegenteil des POP-Protokolls, das den Versand von E-Mails
erlaubt).
Mailing
is a tender trap
Die meisten der in der
untenstehenden Tabelle genannten kostenlosen Dial-up-Serviceanbieter sind
oftmals kaum zu erreichen und die meiste Zeit belegt. Grundsätzlich ist natürlich
die Einwahl in der Früh oder am Abend am erfolgversprechendsten.
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New
York City Dial-up Service Providers
(Stand: August 2001)
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| Anbieter |
Nummer
(212-)1) |
Software?2) |
Mail
senden?3) |
Wer-
bung? |
Website |
| FreeNYLink |
9370028 |
nein |
ja |
nein |
freenylink.com |
| NoCharge |
3001111 |
nein |
nein |
nein |
nocharge.com |
| NY4Free |
344-0209 |
ja (zur
Installation) |
ja |
nein |
ny4free.com |
| Juno |
461-1201 |
ja |
nein |
ja |
juno.com |
| MetConnect |
359200 |
nein |
nein |
nein |
metconnect.com |
| WorldShare |
2034268 |
nein |
nein |
nein |
worldshare.net |
| NetZero |
999-9999 |
ja |
nein |
ja |
netzero.com |
1) Nur Beispiel, meist viele
weitere Nummern verfügbar
2) Manche Anbieter können nur dann eingerichtet werden, wenn eine
Software installiert werden; danach kann man seinen üblichen DFÜ-Netzwerk
verwenden. Juno jedoch arbeitet mit einem eigenen Browser und
NetZero verdeckt einen Teil des Browsers mit einem Werbebanner und
poppt andauern ein Fenster mit Werbung hoch.
3) Die meisten Anbieter erlauben zwar das Versenden von E-Mail (POP-Protokoll),
verbieten aber das Wegschicken (SMTP-Protokoll). |
Wenn gar nicht geht und man
unbedingt seine Mails verschicken muß, bleibt immer noch der internationale
Anruf z.B. nach München mit Arcor oder Germany.net (z.B. mit
011-49-89-71940811) - wohlgemerkt ein teurer Auslandsanruf, der beim Versand
von einigen Megabyte an Dateien schnell mal ein paar Mark kosten kann und
daher wirklich nur als Notbehelf in Frage kommt.
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| Juno arbeitet
mit einer proprietären Arbeitsumgebung, die erst installiert werden
muß. Auch dieser Anbieter arbeitet mit Werbebannern. Wenn man einmal
40 Stunden online überschritten hat, kommt man praktisch nicht
mehr rein, auch nicht in Folgemonaten. |
Übrigens:
Viele Anbieter bieten auch Zugangsnummern für andere Städte oder Regionen
als New York City an. Checken Sie am besten die Guidelines auf den jeweiligen
Websites.
Der
große Hype rentiert sich unterm Strich nur dann, wenn man ganz selten ins
Internet muß. Für alle anderen Fälle zahlen sich die kommerziellen Anbieter
wie Microsoft (www.msn.com), AT&T (www.att.com) oder Earthlink aus (www.earthlink.net).
Earthlink ist derzeit der billigste Anbieter von diesen dreien (ca. 10 Dollar
pro Monat statt 20); die Software auf CD-ROM kann auf deutschen
Betriebssystemen jedoch nicht installiert werden.
Auf
den Angeboten im Netz werden Sie kaum Information darüber finden, ob das
SMTP-Protokoll unterstützt wird - fragen Sie daher unbedingt vor der Buchung
beim Anbieter nach. Und lesen Sie auch das Kleingedruckte, insbesondere was
Laufzeiten, Fristen und Kündigungsmodalitäten angeht.
[2001]
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