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Career:
Jobsuche online
FAQ
zur Online-Bewerbung
||| Oliver Weiss
Wir füllt man
Online-Bewerbungen
richtig aus? Eine kurze Anleitung. |
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Online Applications:
A quick and dirty FAQ
on how to file job applications online. |
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D |
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ie traditionelle
Bewerbung kommt mehr und mehr aus der Mode. Vorbei die Zeiten, als man
für die Jobsuche noch kleinlaut einräumen mußte, daß man die ersten Jahre in der popeligen
Grundschule in Borken bei Paderborn verbracht hat und es die Eltern
bedauerlicherweise zu nicht mehr als Staubsaugervertreter und Kassiererinnenaushilfe bei Tengelmann gebracht haben.
Angesagt sind stattdessen schnittige
Online-Bewerbungen per Internet, die den Fokus nach
amerikanischem Vorbild auf wirklich berufsbildende Erfahrungen und
Kenntnisse setzen.
Aber Vorsicht: auch hier besser: gerade hier
gibt es eine Reihe "traditioneller" Grundregeln zu beherzigen. In der
folgenden Übersicht finden Sie einige wichtige Punkte, die sich in der
Praxis bewährt haben.
Wir füllt man
Online-Bewerbungen richtig aus?
> E-Mail-Adresse
> Website
> Portraitfoto
> Lebenslauf
> Sonstige Kenntnisse
> Persönliche Interessen / Hobbies
> Anschreiben zur Bewerbung
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1
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E-Mail-Adresse |
| Vorsicht
bei webbasierten E-Mail-Adressen: Manche Anbieter von
Online-Bewerbungsdiensten zieren sich bei
E-Mail-Adressen von Webmail-Anbietern wie hotmail.com,
yahoo.com oder gmx.de, da der meiste Spam mit solchen
anonymen Adressen verschickt wird. |
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2
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Website |
| Geben Sie
nur dann Ihre Website-Adresse an, wenn sie "was
hermacht" (keine Segel- oder Familien-Websites) - sonst
lieber bleibenlassen! |
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3
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Portraitfoto |
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In der Regel bekommen Sie
Gelegenheit, Ihr Foto hochzuladen, damit sich die
Personalentscheider ein Bild von Ihnen machen können.
Auch wenn die es nie zugeben würden: Von einem guten
Foto läßt sich jeder beeindrucken. Von einem schlechten
allerdings auch. Achten Sie daher unbedingt auf
folgende Aspekte: |
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Aktuelles Foto, kein
Jugendbild. |
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Kein Bild aus dem
Automaten – gehen Sie zu einem professionellen
Fotografen oder schießen Sie 50 Bilder per
Selbstauslöser mit Ihrer Digitalkamera und wählen das
beste aus. |
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Lieber ein gutes
Schwarzweißbild als ein lausiges Farbfoto
(Farbechtheit). |
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Seriöses Foto, am
besten im Anzug oder Businesskleid. Keine Strandfotos! |
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Portraitausschnitt,
keine Ganzkörperaufnahmen. Keine erkennbaren
Hintergründe. |
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Krawatte oder nicht
hängt vom Auftraggeber ab. Im Zweifelsfall: ja. |
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Versuchen Sie, weder grimmig
noch freundlich-naiv auszusehen, sondern offen,
interessiert und natürlich. |
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Mögliche Dateiformate
(Hochformat, Größe ca. 250 x 350 Pixel; kleiner als 300
KB):
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JPEG: das beste Format hierfür; mittlerer
Kompressionsgrad ("mittlere Qualität", z.B. Stufe
7 bei Photoshop, Stufe 30 bei PaintshopPro)
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GIF: eher schlecht geeignet, weil mit nur 256
Farben nicht gut für Farbverläufe geeignet
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PNG: gutes Format (wenn auch ungewöhnlich)
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TIF: auch gutes Format (speichern Sie es zur
Reduzierung der Dateigröße mit der verlustfreien
Option "LZW-komprimiert")
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BMP: eher schlechtes Format, weil die Dateien
schnell furchtbar groß werden |
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4
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Lebenslauf |
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Lebensläufe sind eine
heikle Sache: Einerseits will man das Unternehmen für
sich einnehmen – dazu muß man natürlich aufzählen, was
man alles so gemacht hat. Andererseits haben gerade
Berufsanfänger, wenn sie ehrlich sind, eigentlich nicht
das Gefühl, überhaupt irgend etwas zu können. Was also
schreibt man? Und wie? Eine Gratwanderung, für die Sie
sich viel Zeit nehmen sollten. Hier einige Anregungen
dazu: |
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AUSWAHL
Erwähnen Sie alles,
was für die ausgeschrieben Stelle wichtig oder
interessant ist. Und lassen Sie alles weg, was mit Ihrer
Jobsuche nichts zu tun hat. Wichtig ist vor allem, daß
Sie Ihren Fokus im Auge behalten – man kann sein
eigenes Leben auf durchaus ziemlich unterschiedliche
Weise formulieren, je nachdem, was man damit erreichen
möchte. Bewerben Sie sich für eine Promotionsstelle an
der Uni, sollten Sie natürlich den Eindruck erwecken,
Sie hätten von Kindesbeinen an wenig anderes im Kopf
gehabt, als eines Tages Wissenschaftler zu werden
Bewerben Sie sich aber als Consultant bei einem
Pharmaunternehmen, sollte klar werden, daß Sie schon
immer ein Leadertyp waren, der wußte, wo's langging und
seine Ausbildung darauf ausrichtete. |
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REIHENFOLGE
Längst hat sich das amerikanische Format
durchgesetzt – also: keine Eltern, keine Berufe der
Eltern, keine Geburtsdaten der Eltern, keine
Geschwister. Und nicht mit dem Gymnasium
anfangen, sondern aufhören – und auch das nur sehr kurz
und knapp (und ohne Name der Schulen) zusammenfassen,
weil das nun wirklich niemanden interessiert.
Ausnahme: Sie haben z.B. ein Jahr in den USA
verbracht. Denn damit deuten Sie an, daß Sie vermutlich
wesentlich besser Englisch sprechen als andere. Das
Wichtigste – nämlich das was Sie zur Zeit machen – kommt
also an erster Stelle. |
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UMFELD
Eine interessante,
aber durchaus nicht ungewöhnliche Erkenntnis ist, daß
die Unternehmen, die eine Stelle ausschreiben oftmals
selbst nur eine ungefähre Ahnung davon haben, wen oder
was sie eigentlich suchen, zumal wenn die Ausschreibung
und Administration der Stellenanzeige – wie ja oft
üblich – von einer Kommunikationsagentur
übernommen wird, die naturgemäß weniger in der Materie
ist als das Unternehmen selbst. Daher sollten Sie bei
Ihrem Lebenslauf durchaus auch solche Kenntnisse und
Erfahrungen mit aufnehmen, die im engeren Umfeld der
ausgeschriebenen Stelle liegen – das "Bücherei"-Prinzip:
die guten Bücher stehen oft direkt neben denen, die man
eigentlich gesucht hat. |
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WAHRHEIT
Bleiben Sie bei allem
was Sie formulieren in jedem Fall immer bei der
Wahrheit – ohne sich zu klein oder zu groß zu
machen. Einen veröffentlichten Aufsatz in einer
juristischen Zeitschrift zum Beispiel kann man als
"Gehversuche für einen kleinen Verlag im Breisgau"
formulieren, als "zahllose schriftstellerische
Tätigkeiten, die in der Fachpresse lobende Anerkennung
und Zitierungen nach sich zogen" – oder eben irgendwo in
der Mitte. (Man muß ja nicht soweit gehen wie die junge
Absolventin, die bei jedem ihrer unendlichen Hilfsjobs à
la Briefezukleben jeweils dazusetzte, zu wieviel Prozent
sie nach ihrer Einschätzung mit ihrer Arbeit zum
Jahresgewinnvolumen des Unternehmens beigetragen hatte.) |
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DATEIFORMATE
In jedem Fall alles
kleiner als 600 KB:
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DOC
(Microsoft Word): das gängigste Dateiformat
weltweit. Sie können auch hier ein Foto
einbetten – allerdings wird die Datei dadurch
meist über die Maßen aufgebläht - daher lieber
separat hochladen. Ungewöhnliche
Schriften (alles außer Times New Roman, Arial,
Verdana
oder Courier New) dürfen Sie hierbei nicht
verwenden, da die Datei bei Ihrem Adressaten
höchstwahrscheinlich nicht im von Ihnen
gewünschten Format angezeigt wird (auch die bei
Juristen so beliebte Schrift Garamond hat nicht
jeder!). Für alle Benutzer von WordPerfect oder
OpenOffice:
Speichern Sie Ihre Datei im DOC-Format!
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XLS (Microsoft Excel): gut für Tabellen; für
die Schriften gilt dasselbe wie für die
Word-Dateien.
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PDF (Adobe Acrobat): gut geeignetes
Dateiformat; achten Sie bei der Erstellung mit
Acrobat Distiller (nicht Acrobat Writer
verwenden!) darauf, daß alle verwendeten Schriften
eingebettet werden. Sonstige Einstellungen, die
sich bewährt haben:
-
Kompatibilität: Acrobat 5.0
- Auflösung:
300 dpi
- Seitengröße:
21,0 cm x 29,7 cm
-
Komprimierung: a) Farb- und
Graustufenbilder: Bikubische Neuberechnung 200
dpi, Komprimierung Automatisch, Qualität Mittel,
b) Schwarzweißbilder: Bikubische Neuberechnung
300 dpi, Komprimierung CCITT Group 4, c) Text-
und Vektorgrafiken optimieren anklicken
- Schriften:
Alle Schriftarten einbetten, Untergruppen
aller eingebetteten Schriften unter 99%
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Sonstige
Kenntnisse |
| Alles
was nicht schon vorher genannt wurde, z.B. Ihre
Erfahrung als Autor für die Fachpresse, das Buch, das
Sie geschrieben haben, Ihre Seminare, die Sie im Winter
besuchen oder halten, Ihre besonderen Computerkenntnisse
usw. |
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6
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Persönliche
Interessen / Hobbies |
| Nennen Sie
nur solche Interessen, die in den Ohren Ihres
Adressaten gut klingen. Auch ungewöhnliche sind
erlaubt, solange sie nicht mehr Fragen aufwerfen als sie
beantworten. Also: "Drachenfliegen" ist ok, "Abtanzen"
nicht. |
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Anschreiben zur
Bewerbung |
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Hier sollten Sie einen
kurzen "Cover Letter" formulieren. Achten Sie
dabei insbesondere auf folgende Aspekte: |
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ZIELGERICHTETHEIT
Schreiben Sie
punktgenau auf Anzeige oder für die Stelle oder
Firma, für die Sie sich bewerben. |
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BODENHAFTUNG
Vermeiden Sie
Schmeicheleien oder schmierige Lobpreisungen der
Firma in der Richtung von: "Schon immer wollte ich in
Ihrem Unternehmen, das zu den wichtigsten und
erfolgreichsten in der Branche zählt" – die Leute wissen
selbst am besten, wer sie sind und brauchen es nicht von
Ihnen erzählt zu bekommen. |
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LÄNGE
Schreiben Sie hier
keinen Roman, sondern nur ein paar Sätze bzw. ein
oder zwei Absätze. |
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FORM
Wiederholen Sie
nicht alles, was Sie gerade eben ausgefüllt haben
(vor allem nicht Ihren Lebenslauf), sondern fassen
Sie es kurz zusammen und stellen Sie es in einen
stringenten Zusammenhang. |
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ANLASS
Besonders wichtig:
Erklären Sie kurz, warum Sie sich gerade beim
Unternehmen XYZ (v.a. bei Initiativbewerbungen) und auf
die konkrete ausgeschriebene Stelle hin bewerben (die
Amerikaner nennen das die "rationale", die
Franzosen die "motivation"). |
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ANREDE
Erste Zeile: "Sehr
geehrte Damen und Herren," oder, falls Sie den Namen
wissen, "Sehr geehrte(r) Frau/Herr XYZ," |
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GRUSSFORM
Schlußzeile
immer "Mit freundlichen Grüßen" und Absatz - ohne ! oder
, Kein "Mit freundlichem Gruß!" oder "Schöne Grüße". |
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RECHTSCHREIBUNG
Unbedingt auf
richtige Rechtschreibung achten (alte oder neue
ist dabei ziemlich egal); beliebte Fehler sind z.B.
Wörter wie "Vorraussetzung"
(statt "Voraussetzung") oder "Praktikas" (statt
"Praktika") und die amerikanische Art, Bindewörter
auseinanderzuschreiben (falsch: "Praktikums Stelle"
richtig: "Praktikumsstelle"). |
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STIL
Lieber mehrere
kurze Sätze als ein verschachtelter. |
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INTERPUNKTION
Keine
Ausrufezeichen, VERSALIEN oder Auszeichnungen wie
Kursivsetzungen. |
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SPRACHE
Keine
Umgangsprache, kein salopper Umgangston. Auch wenn
die tägliche Internet-Korrespondenz dazu verführt. |
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AKTIVE FORM
Machen Sie klare auf
Sie selbst bezogene Aussagen. |
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DER RICHTIGE KONJUNKTIV
Der Konjunktiv I
ist vorherrschend in schriftlichen Texten.
Vermeiden Sie umgangssprachliche Formulierungen mit "würde(n)".
Ausnahme: In Höflichkeitsformen ist es üblicher
den Konjunktiv II mit "würde(n)" zu verwenden ("ich
würde mich freuen, ..." statt "ich freue mich, ..." oder
gar "ich freute mich, ..."). |
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ERLÄUTERUNGEN
Hier ist auch der
Platz für mögliche kurze Erklärungen, falls Ihr
Lebenslauf Lücken oder sonstige "Makel"
aufweist, die möglicherweise unangenehm auffallen
könnten. (Spätestens im persönlichen Gespräch werden
diese "Makel" angesprochen werden!) Oder falls Sie zwar
die nötige Praxiserfahrung nicht haben, dafür aber als
freier Journalist gearbeitet haben – was ja durchaus
mehr wert sein kann als eine versiebte Note im
Bayerischen Wasserrecht. Diese Offensive ist aber nur
dann opportun, wenn Sie dabei nicht mit sich selbst ins
Gericht gehen, sondern wenn sie gewissermaßen als
Angebot verstanden wird, mit Ihrem potentiellen
Auftraggeber über diese "Makel" zu sprechen. |
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GELD
Keine
Gehaltsvorstellungen nennen. |
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TERMINE
Keine eigenen
Terminvorschläge für ein Treffen – außer Sie sind
demnächst für drei Monate in den USA. |
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LESEN
Bevor Sie's
abschicken: Nochmal daraufhin durchlesen, wie
alles bei Ihnen ankommen würde, wenn die Rollen
vertauscht wären. |
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INDIVIDUELL
Wichtig:
Vermeiden Sie den Eindruck einer "Postwurfsendung"
– die Gefahr ist gerade bei Initiativbewerbungen
besonders groß. Entsteht bei Ihrem Adressaten das
Gefühl, er sei austauschbar, können Sie sich die gesamte
Mühe von vornherein sparen. Flechten Sie also unbedingt
einige Formulierungen ein (z.B. den Firmennamen oder
eindeutige Assoziationen), die klar machen, daß Sie
wissen, bei wem Sie sich hier eigentlich bewerben. Es
geht dabei ja nicht gerade um eine Kleinigkeit, sondern
um nicht weniger als Ihre gut bezahlte Arbeitsstelle. Im
Grunde ist es wie beim Wein: Nicht die Menge macht's,
sondern die Qualität.
[2004]
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